So denkt ein Bürger über das Thema Pensionsreform

Mich erreichen immer wieder – auch längere Texte – von Bürgerinnen und Bürgern. Ab sofort will ich diese gerne selektiert veröffentlichen. Hier ein Text von einem facebook Kontakt, der hier anonym bleiben möchte.

 

Klartext und eine einfache Rechnung für die Republik:

 

Im Jahr 1970 sind die Leute durchschnittlich mit 61 Jahren in die Pension gegangen, obwohl die Lebenserwartung nur bei 70 Jahren lag. Das heißt, dass jeder Österreicher damals durchschnittlich 9 Jahre Rente bekommen hat. 2014 sind die Leute durchschnittlich mit 59 Jahren in Pension gegangen obwohl sie 81 Jahre gelebt haben. Das heißt, dass die Leute durchschnittlich über 22 Jahre Pension bekommen haben (2,4-mal länger als 1970!!!). Dann kommt ein Abgeordneter einer Regierungspartei ins Fernsehen und mit einer bodenlosen Frechheit sagt, dass das Pensionsalter nicht angehoben werden soll, weil wir jetzt für die Generation 50+ keine Arbeit mehr haben. Obwohl die Arbeitslosenrate der Generation 50+ nur ca. 10% beträgt (abgesehen davon, dass Pension für den Staat auch teurer als Arbeitslosengeld ist). Oder ein Abgeordneter sagt, dass das Frauenpensionsalter nicht angeglichen werden soll, weil wir sie beschützen wollen. Das ist eine systematische Diskriminierung der Frauen und mehr oder weniger absichtliche Verschiebung älterer Frauen unter die Armutsgrenze (weniger Pensionsbeiträge = weniger Pension), evtl., weil diese Partei mehr Wähler haben will (Sozialbedürftige und Subventionsabhängige). Der Staat zahlt heute ca. 20 Mrd. € für das Pensionssystem und hat ca. 5 Mrd. Haushaltsdefizit. Dieses Defizit wird 1 zu 1 in Staatsschulden umgewandelt und das Schuldenniveau erhöht sich auf ca. 87% des BIP im 2016 (dafür zahlt der Staat jährlich ca. 8 Mrd. € Zinsen). Der Populismus soll ein Ende haben. Manche Politiker stellen sich die Menschen in diesem Land als Analphabeten vor. Ich habe auch das Gefühl, dass manche etablierten politischen Parteien die Reihe völlig verloren haben und gar nicht mehr wissen worüber sie überhaupt reden. Wenn das so weitergeht, steigt der Schuldenstand in 9 Jahren auf 100% des BIP, das heißt, dass die Schulden volkswirtschaftlich nicht mehr tragfähig sind. Dann werden die Gläubiger nervös und sie klopfen an die Tür der Republik. Danach definieren die Gläubiger, wer in diesem Land was bekommt und wer nicht und ob die Leute mit 60 oder 90 in Pension gehen. Sie nehmen in erster Reihe viel von Pensionisten weg, die sich jetzt freuen mit 59 Jahren in Pension gegangen zu sein, und die Idioten, die heute ins Fernsehen kommen und sagen, der Himmel ist blau, schauen uns dann blöd an und sagen NAJA, es kann passieren!!! Es ist genau was, die linkspopulistische Partei Syriza in Griechenland gemacht hat. Sie wollten auch mit Kapitalisten kämpfen und alles wieder gut machen. Im Endeffekt haben sie aber die Pensionen wieder 30% reduziert.

Es ist nicht schwierig zu wissen, warum diese Kleptokraten bei hohem Schuldenstand nie helfen können. Weil sie einfach das Land den Gläubigern verkauft haben. Die Griechen haben auch 2005-2006 gedacht, dass solche Themen sie nichts angehen. Das Leben ist schön und man muss es genießen. 2015 waren mind. 30% dieser Genießer in Griechenland mit zwei Füßen auf der Straße, die Qualifizierten mussten das Land verlassen und die anderen haben ein schreckliches Leben ohne Ende. Im Endeffekt, wer nicht bereit ist für die Zukunft seiner Kinder ein wenig auf seinen Wohlstand zu verzichten und wer mit der Musik der Populisten tanzt, hat wohl verdient mit 70 am Karlsplatz zu schlafen. Faktum ist, dass es nicht möglich ist, 20 Jahre Arbeitslosengeld und 30 Jahre Pension zu bekommen. Jetzt ist die Frage, wollen wir gleich eine schmerzvolle Operation haben, oder in 10-15 Jahren von aggressiven Gläubigern wie Schafe geschlachtet und bis auf die Knochen verwertet werden. Wer das nicht verstehen kann, hat kein schönes Leben verdient!!!

 

 

2 Kommentare zu “So denkt ein Bürger über das Thema Pensionsreform

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