#stolzdrauf

Vor einiger Zeit hat Integrationsminister Sebastian Kurz die Initiative #stolzdrauf gestartet. Damit wollte er Beispiele gelungener Integration vor den Vorhang holen.

Angesichts der enormen Flüchtlingsströme, die Österreich wie ganz Europa zu bewältigen haben, ist die Frage der gelingenden Integration natürlich virulent. Allerdings ist dies angesichts der grundlegenden humanitären Herausforderungen (Unterbringung, Verpflegung, sanitäre und hygienische Versorgung,…) zweitrangig.

Dennoch wäre es aus anderen Gründen dringend notwendig eine #stolzdrauf Kampagne zu starten.

Gerade dann, wenn das gesamte politische System versagt, wenn Politiker die Flüchtlingstragödie zu ihrem Vorteil nutzen und eine Regierung, die eigentlich für Lösungen sorgen soll, nach Sündenböcken sucht, möchte ich sagen: Ich bin stolz drauf! Stolz auf Österreicherinnen und Österreicher, die helfen. Stolz auf die, die nach Traiskirchen fahren um Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und Kleidung zu bringen. Stolz auf die unendlich vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die in den Lagern oder am Westbahnhof anpacken. Stolz auf die Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser für Flüchtlinge öffnen. Ich bin stolz auf die, die Hasspostings auf facebook etwas entgegen setzen. Ich bin stolz auf die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher. Während das österreichische politische System – immerhin das fetteste in ganz Europa – versagt, zeigt die Zivilgesellschaft worauf es ankommt, nämlich entschlossen zu helfen. Darauf bin ich stolz! Darauf können wir alle stolz sein!

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