Haben Sie Wiener Mut Herr Strache!

„Wien darf nicht Chicago werden“. Erinnern Sie sich an diesen Slogan? Wahrscheinlich nicht. Das ist mein erstes Bild von der Wiener Politik. Ich habe diesen Slogan 1991 in Wien an der Ecke Währingerstraße und Hörlgasse gesehen. Auf einem Plakat der FPÖ.

Ich war 13 Jahre alt. In diesem Jahr wurde HC Strache zum ersten Mal in die Wiener Bezirksvertretung Landstraße gewählt. Und nun verkauft er den gleichen Chicago-Bullsh*t wieder.

Eigentlich verkauft uns Strache seit einem Vierteljahrhundert den gleichen Mist. Seit 24 Jahren ist er in der Wiener Politik. Und nichts, aber auch gar nichts mehr als diese Angstmacherei kenne ich von ihm.

NEOS wurde von 40 Menschen gegründet, die alle einen Wunsch hatten: mit Inhalten und realistischen Lösungen in der Gesellschaft etwas beizutragen. Besonders im Bildungsbereich.

Ich war und bin überzeugt, dass das teuerste politische System in Europa in der Lage sein müsste, die beste Bildung für meine und alle Kinder in Österreich bereitzustellen. Und ich bin wütend auf die Politiker, die glauben, das Land oder die Stadt gehöre ihnen und so die Zukunft unserer Kinder verspielen. Deswegen trete ich in Wien an. Das ist der Kern unserer Kampagne. Vor drei Wochen haben wir unseren Plan vorgestellt, wie wir dieses politische System verändern können und so eine bessere Bildung für unsere Kinder in Wien ermöglichen können. „G’scheite Kinder statt g’stopfte Politiker“: wir wollen die Kosten für dieses aufgeblähte politische System in Wien halbieren und das Geld in die Bildung investieren. Wir schneiden 120 Millionen Euro im Jahr raus aus der Politik und stellen so sicher, dass jedes Kind direkt von der Schule das bekommt, was es braucht. Ich glaube daran. Wir müssen das schaffen!

In den letzten 24 Jahren war die FPÖ laut. Aber wenn es um machbare Lösungen ging, war sie mucksmäuschenstill.

Deswegen habe ich HC Strache einen Brief geschrieben und ihn aufgefordert, sich in einer öffentlichen Diskussion meinen Fragen zu stellen. Bis gestern hat er nicht geantwortet. Also habe ich ihn gestern im Plenum des Parlaments persönlich angesprochen. Und seine Antwort? Warum solle er mit mir diskutieren, wenn ich ihn und die FPÖ ablehne.

Warum? Weil die Menschen in Wien ein Recht darauf haben zu erfahren, welche Art von Veränderung sie am 11. Oktober zur Auswahl haben.

Ich warte immer noch darauf, dass Sie, Herr Strache, den Wienern sagen, warum Sie unser Bürgermeister werden wollen. Weil ich weiß, warum ich es werden will. Und ich werde es jeden Tag klar und deutlich sagen: Ich werde Bürgermeisterin für g’scheite Kinder, nicht für g‘stopfte Politiker.

2 Kommentare zu “Haben Sie Wiener Mut Herr Strache!

  1. Sg. Frau Meinl-Reisinger,
    möchte Ihnen bloß zur m.E. „richtigen“ jüngsten Wahlwerbung gratulieren – genau das ist nämlich der Punkt für (der ggwt. Poltik ueberdruessige) Wähler: spürbare Veränderung, OHNE Herrn Strache wählen zu müssen! (- mit dem man ja „ideologisch“ absolut nichts am Hut hat ….)
    Gut gefallen haben mir auch Ihre „Muchitsch-Intervention“ (Vorschlag WG mit P.Pilz!) und Ihre Äußerung zur Wohnrechts-Thematik (im Standard, Bsp. „Oma-Wohnung“).
    PS.: Vielleicht gehen die Neos-Wien in eine Richtung, wo man als ziemlich „politischer Kopf“ (nachhaltig) mit kann, auf Bundesebene konnte ich (Linksliberaler) noch nicht wirklich überzeugt werden.
    PPS.: Wiewohl ausgebildeter Ökonom stünde ich „im Bedarfsfalle“ insb. bei Kunstthemen (Theater/Film) zur Verfügung.
    Mit schönen Gruessen
    Dr. Peter Hergovich

    • Sehr geehrter Herr Dr. Hergovich, vielen Dank! Ich würde mich über einen Austausch freuen und melde mich per Mail!
      Schöne Grüße
      Beate Meinl-Reisinger

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